Press Releases by the University or the Department

2020
24.09.2020
JGU-Präsident begrüßt Planungssicherheit für Studium und Lehre in den kommenden sechs Jahren

Rund 140 Millionen Euro jährlich stellen das Land Rheinland-Pfalz und der Bund im Rahmen des "Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken" den Hochschulen des Landes in den kommenden drei Jahren zur Verfügung, ab 2024 Jahren können die jetzt verstetigten Mittel sogar noch steigen. Mit der heutigen Unterzeichnung der Zielvereinbarung zwischen dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) als größter Hochschule und einziger Volluniversität in Rheinland-Pfalz ist nun eine nächste wichtige Weichenstellung erfolgt. "Wir begrüßen es sehr, dass wir mit der nun unterzeichneten Zielvereinbarung verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit in der Finanzierung von Studium und Lehre für die kommenden sechs Jahre erhalten", so JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch.  ...

31.08.2020
15 Jahre Wissenschaftsnetz Rheinland-Pfalz: "Eines der leistungsfähigsten Hochschulnetze Deutschlands"

15 Jahre Wissenschaftsnetz Rheinland-Pfalz: Über das WiN-RP sind alle Hochschulen des Landes Rheinland-Pfalz und deren An-Institute über ein Glasfaser-Kernnetz sowie ein Zubringernetzwerk verbunden. Seit 2005 koordiniert das Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) den Aufbau und die Nutzung des Netzes. "In diesem Jahr haben wir stärker denn je erlebt, wie wichtig die Digitalisierung der Lehre und der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist. Mit diesen Zielen wurde vor 15 Jahren das Wissenschaftsnetz Rheinland-Pfalz gegründet und ist seitdem für eines der leistungsfähigsten Hochschulnetze Deutschlands verantwortlich", erklärt der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf anlässlich des Jubiläums. "Jetzt gilt es, die digitalen Möglichkeiten auszubauen. Wie wichtig dem Land die Beschleunigung des digitalen Wandels in den Hochschulen ist, zeigt das jüngst im Ministerrat verabschiedete Maßnahmenpaket über 50 Millionen Euro für das Sonderprogramm 'Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen'. Dem gemeinsamen erfolgreichen Engagement von Wissenschaftsnetz und Hochschulen ist es zu verdanken, dass wir den Studierenden in Rheinland-Pfalz so ein qualitativ hochwertiges Studium ermöglichen können." ...

25.08.2020
Extremely rare decay process identified

In order to put the Standard Model of particle physics to the test, physicists observe and measure extremely rare decay processes of certain particles. They want to find out whether there are differences between their measurements and the theoretical predictions of the Standard Model. The NA62 experiment at CERN is intended to observe with high precision such a process in which a positively charged particle known as kaon transforms into a positively charged pion and a neutrino-antineutrino pair (designated 𝐾+ → 𝜋+𝜈𝜈̅). At the 40th International Conference on High Energy Physics, CERN researcher Radoslav Marchevski, who has already investigated this decay as a NA62 PhD student at the Johannes Gutenberg University Mainz (JGU), now reported 17 candidate events for this extremely rare process in the latest NA62 data collected in 2018. By combining the data they collected in 2016 and 2017, the NA62 collaboration can claim the first evidence for this ultra-rare process, with a statistical significance of 3.5σ. ...

25.08.2020
Extrem seltener Zerfallsprozess identifiziert

Um das Standardmodell der Teilchenphysik auf den Prüfstand zu stellen, nehmen Physikerinnen und Physiker extrem seltene Zerfallsprozesse bestimmter Teilchen unter die Lupe. So wollen sie herausfinden, ob es Unterschiede zwischen ihren Messungen und den theoretischen Vorhersagen des Standardmodells gibt. Das NA62-Experiment am CERN soll mit hoher Präzision einen solchen Prozess beobachten, bei dem sich ein positiv geladenes Teilchen, das Kaon, in ein positiv geladenes Pion und ein Neutrino-Antineutrino-Paar verwandelt (𝐾+ → 𝜋+𝜈𝜈̅). Auf der "40th International Conference on High Energy Physics" berichtete CERN-Forscher Radoslav Marchevski, der diesen Zerfall bereits als NA62-Doktorand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) untersucht hat, jetzt über 17 Kandidaten für diesen extrem seltenen Prozess, die sich aus den jüngsten NA62-Daten des Jahres 2018 ergeben. Zusammen mit den Daten der Jahre 2017 und 2016 hat die NA62-Kollaboration diesen ultra-seltenen Prozess damit erstmals mit einer statistischen Signifikanz von 3,5σ nachgewiesen. ...

24.07.2020
JGU erneut mit TOTAL E-QUALITY-Prädikat für Chancengleichheit und Diversity ausgezeichnet

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist zum sechsten Mal in Folge für ihr Engagement für Chancengleichheit am Arbeitsplatz mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet worden. Dabei steht TOTAL E-QUALITY für Total Quality Management (TQM), ergänzt durch die Gender-Komponente (Equality). Zudem hat die JGU erneut ebenso das Add-On-Pradikat für Diversität erhalten – in Anerkennung der Wertschätzung der JGU für ihre Vielfalt der Mitglieder. Das TOTAL E-QUALITY-Prädikat wird jeweils für drei Jahre verliehen; die JGU hat diese Auszeichnung bereits in den Jahren 2005, 2008, 2011, 2014 und 2017 erhalten. ...

22.07.2020
Excellent positions for Mainz University in the international CWTS Leiden Ranking 2020

The CWTS Leiden Ranking compares the quality and number of scientific publications produced by approximately 1,200 universities worldwide. In nearly all indicators, Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) ranks among the top 20 German universities, achieving excellent results once again this year overall and within all individual academic fields. For example, JGU is in sixth place in Germany with regard to the proportion of its publications that are considered to be in the top 1 percent in their field worldwide. In the collaboration indicators category, JGU is third as measured in terms of "long distance collaborative publications". Furthermore, JGU's individual subject fields once again rank highly among German universities. In the Physical Sciences, JGU once again scores as one of the top five in Germany with regard to the indicators of scientific impact, collaboration, and open access. ...

22.07.2020
Hervorragende Platzierungen für die JGU im internationalen CWTS Hochschulranking 2020 der Leiden University

Im CWTS Leiden Ranking, das Qualität und Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen von rund 1.200 Universitäten weltweit vergleicht, gehört die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in fast allen Kategorien zu den 20 besten deutschen Universitäten und erzielt auch in diesem Jahr hervorragende Platzierungen. So erreicht die JGU den deutschlandweit sechsten Rang beim Anteil der Publikationen, die in ihrem Fachgebiet weltweit zu den Top 1 Prozent zählen. In der Kategorie Kollaborationen belegt die JGU den dritten Platz in der Kategorie "internationale Zusammenarbeit über weite Distanzen". Zudem erzielen die einzelnen Fachgebiete der JGU erneut gute Platzierungen im nationalen Vergleich: Im Fachgebiet Physical Sciences schafft es die JGU erneut in den Kategorien Zitationen, Kollaboration und Open Access in die nationalen Top 5. ...

30.06.2020
New opportunities for studying at the Rhine-Main Universities

The Rhine-Main Universities (RMU) will offer a new opportunity of inter-university studying for their more than 100,000 students starting in the coming winter semester: The RMU Study Program will allow students from Frankfurt, Darmstadt, and Mainz to enroll simultaneously at all three universities. From July 1, 2020, all students of Goethe University Frankfurt, the Technical University (TU) of Darmstadt, and Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) can enroll free of charge in the new RMU Study Program, which will start in the coming 2020/2021 winter semester. This will give them the opportunity to supplement the courses of their degree program at their home university by attending courses and sitting examinations at the other two Rhine-Main universities. They will also be able make use of the libraries, computer centers, and student canteens at all three institutions of higher education. ...

30.06.2020
Neue Studienmöglichkeiten an den Rhein-Main-Universitäten

Die Rhein-Main-Universitäten (RMU) schaffen zum kommenden Wintersemester ein neues Angebot für ihre über 100.000 Studierenden: Mit dem RMU-Studium können diese zukünftig unbürokratisch an den Universitäten in Frankfurt, Darmstadt und Mainz gleichzeitig eingeschrieben sein. Ab dem 1. Juli 2020 können sich alle Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt, der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) für das kommende Wintersemester 2020/2021 ohne zusätzliche Gebühren in das neue RMU-Studium einschreiben. Damit eröffnet sich ihnen die Möglichkeit, über ihren eigenen Studiengang an einer der RMU hinaus ebenso Lehrveranstaltungen an den beiden anderen Universitäten zu besuchen und dort auch Prüfungen abzulegen. Zusätzlich profitieren sie von Bibliotheken, Rechenzentren und Mensen. ...

29.06.2020
Mehr als 130 Physiker aus aller Welt verständigen sich auf gemeinsamen Vorhersagewert für das magnetische Moment des Myons

Seit vielen Jahren gibt es eine Abweichung zwischen dem experimentell gemessenen Wert des anomalen magnetischen Moments des Myons und seiner aktuellen theoretischen Vorhersage im Rahmen des Standardmodells der Teilchenphysik. Die letzte Messung wurde vor 15 Jahren am Brookhaven National Laboratory durchgeführt. Ziel weltweiter Forschungen ist es herauszufinden, ob diese Abweichung "echt" oder "lediglich" Folge systematischer Unsicherheiten in Theorie und Experiment ist. Dazu müssen beide Werte noch präziser als bisher bestimmt werden. Aktuell erwartet die Forscher-Community mit Spannung das Ergebnis einer neuen Messung am Fermilab, die um den Faktor vier genauer sein soll als die bisherige Messung. Seit letztem Jahr ist die PRISMA+-Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Martin Fertl an diesem Experiment als offizieller Partner beteiligt.

"Mit dieser Steigerung der Präzision müssen wir auch in der Theorie Schritt halten", beschreibt Prof. Dr. Hartmut Wittig die Herausforderung. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2017 die "Muon g-2 Theory-Initiative" ins Leben gerufen, ein weltweiter Zusammenschluss von mehr als 130 Physikern, an der von Mainzer Seite unter anderem die Theoretiker Prof. Dr. Harvey Meyer, Prof. Dr. Marc Vanderhaeghen, PD Dr. Georg von Hippel und Prof. Dr. Hartmut Wittig beteiligt sind. Für die theoretische Vorhersage hat die Muon g-2 Theory-Initiative nun erstmals einen gemeinsamen Standard gesetzt und sich auf einen neuen theoretischen Wert verständigt. ...

17.06.2020
Surprising signal in the XENON1T dark matter experiment

Scientists from the international XENON collaboration announced today that data from their XENON1T, the world's most sensitive dark matter experiment, show a surprising excess of events. The scientists do not claim to have found dark matter. Instead, they say to have observed an unexpected rate of events the source of which is not yet fully understood. The signature of the excess is similar to what might result from a tiny residual amount of tritium (super heavy hydrogen), but could also be a sign of something more exciting: the existence of a new particle known as the solar axion or the indication of previously unknown properties of neutrinos.

The XENON collaboration comprises 163 scientists from 28 institutions across 11 countries. Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) was responsible for the muon system and contributed substantially to the xenon recovery and storage system. The work of the Mainz research group around Professor Uwe Oberlack is supported by the detector laboratory of the JGU PRISMA+ Cluster of Excellence. ...

17.06.2020
Überraschendes Signal im Dunkle-Materie-Detektor XENON1T

Daten von XENON1T, dem weltweit empfindlichsten Dunkle-Materie-Detektor, enthalten einen überraschenden Signalüberschuss. Das haben die Mitglieder der XENON-Kollaboration heute bekannt gegeben. Sie behaupten aber nicht, Dunkle Materie gefunden zu haben, sondern betonen, dass die Quelle dieses unerwarteten Signals noch nicht vollständig verstanden sei. Es könnte von einer winzigen Menge Tritium (überschwerer Wasserstoff) stammen, aber auch ein Hinweis auf etwas wesentlich Spannenderes sein: die Existenz neuer Teilchen, den theoretisch vorhergesagten solaren Axionen, oder eine bisher unbekannte Eigenschaft von Neutrinos.

In der XENON-Kollaboration arbeiten 163 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 28 Institutionen in 11 Ländern zusammen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) war für das Myon-Vetosystem verantwortlich und hat zum Xenon-Rückführungs- und Speichersystem wesentlich beigetragen. Die Arbeit der Mainzer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Uwe Oberlack wird durch das Detektorlabor des Exzellenzclusters PRISMA+ unterstützt. ...

10.06.2020
Excellent ratings for Mainz University in the 2020 U-Multirank

Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) has scored exceptionally well in several areas in the current edition of U-Multirank, both in terms of the university’s standing in general and the disciplines under review. Johannes Gutenberg University Mainz has been placed in the top group of participating universities for eight key indicators in the dimensions of research, knowledge transfer, and international orientation. For example, JGU is among the leading international group in terms of the number of research publications, third-party funding obtained, the number of patents, and the percentage of international academic staff. ...

10.06.2020
U-Multirank 2020: Hervorragende Platzierungen für die JGU

Im aktuellen Ranking U-Multirank hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in mehreren Bereichen hervorragende Ergebnisse erzielt. Dabei hat sich die JGU bei acht Kennzahlen aus den Bereichen Forschung, Wissenstransfer und internationale Ausrichtung in der obersten Gruppe der teilnehmenden Hochschulen platzieren können. In der internationalen Spitzengruppe ist die JGU beispielsweise hinsichtlich der Anzahl der Forschungspublikationen, der Drittmitteleinnahmen, der Anzahl der Patente und des Anteils an internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vertreten. ...

03.06.2020
The broken mirror: Can parity violation in molecules finally be measured?

Scientists have long tried to experimentally demonstrate a certain symmetry property of the weak interaction– parity violation – in molecules. So far, this has not been possible. A new interdisciplinary effort led by a research group at the at the PRISMA+ Cluster of Excellence at Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Helmholtz Institute Mainz (HIM) has now shown a realistic path to demonstrating this phenomenon. The approach includes aspects of nuclear, elementary particle, atomic and molecular physics as well as nuclear magnetic resonance (NMR). The paper on "Molecular parity nonconservation in nuclear spin couplings" is published in the current issue of Physical Review Research. ...

03.06.2020
Der gebrochene Spiegel: Erstmals Messung der Paritätsverletzung in Molekülen möglich?

Seit Langem versuchen Wissenschaftler, eine bestimmte Symmetrie-Eigenschaft der schwachen Wechselwirkung, die sogenannte Paritätsverletzung, in Molekülen experimentell nachzuweisen. Bisher ist dies nicht gelungen. Eine neue interdisziplinäre Arbeit unter Federführung einer Forschungsgruppe am Exzellenzcluster PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und am Helmholtz-Institut Mainz (HIM) zeigt nun einen realistischen Weg zum erstmaligen Nachweis dieses Phänomens auf. Der Ansatz, der Aspekte der Kern-, Elementarteilchen-, Atom- und Molekülphysik sowie der kernmagnetischen Resonanz (NMR) einbezieht, ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Physical Review Research veröffentlicht. ...

05.05.2020
Nature Index ranking confirms Mainz University being a top physics research institution

Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) has achieved good results in the Nature Index ranking, particulary in the physics, and is among the ten most research-intensive German universities in physics. In the 2020 Nature Index, physics at JGU ranks 6th out of 84 in the national ranking and 84th out of 1,801 in international comparison. The geosciences (15th out of 67), chemistry (17th out of 81), and the life sciences (19th out of 92) also ranked in the top quarters of German universities.

The annual Nature Index ranking published by the Nature Publishing Group is based on publications in the most important international journals. ...

05.05.2020
Nature Index-Ranking bestätigt Mainzer Spitzenforschung in der Physik

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat im Nature Index-Ranking insbesondere in der Physik gute Ergebnisse erzielt und zählt damit zu den zehn forschungsstärksten deutschen Hochschulen in der Physik. Im diesjährigen Nature Index 2020 erreichte die Physik der JGU im Hochschulranking Rang 6 von 84 im nationalen und Rang 84 von 1.801 in internationalen Vergleich. Die Geowissenschaften (Rang 15 von 67), die Chemie (Rang 17 von 81) und die Lebenswissenschaften (Rang 19 von 92) konnten sich zudem jeweils im vorderen Viertel der deutschen Hochschulen platzieren.

Die Rangliste Nature Index der Nature Publishing Group zählt Publikationen in den wichtigsten internationalen Fachzeitschriften und wird jährlich veröffentlicht. ...

04.05.2020
JGU bekommt Neubau für innovativen Teilchenbeschleuniger MESA

In rund 12 Metern Tiefe wurde die Baugrubensohle für die Bodenplatte der ersten Teilbaumaßnahme des neuen Centrums für Fundamentale Physik (CFP) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) fertiggestellt. Die bestehenden unterirdischen Experimentierhallen des Instituts für Kernphysik werden teilweise umgebaut und um eine Halle mit 600 Quadratmetern erweitert. Sie soll künftig den neuen Teilchenbeschleuniger MESA (Mainz Energy-Recovering Superconducting Accelerator) aufnehmen, eines der Leuchtturmprojekte des Exzellenzclusters PRISMA+. Betreut wird der Neubau von der Niederlassung Mainz des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB).

Mit dem Bau des CFB werden an der JGU die baulichen Voraussetzungen für Spitzenforschung auf dem Gebiet der Teilchen- und Hadronenphysik weiter ausgebaut. Das CFP bildet den baulichen Rahmen für zentrale Projekte des mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Exzellenzclusters PRISMA+ – insbesondere die Durchführung von Präzisionsexperimenten mit dem neuen Beschleuniger MESA und die Erforschung der dunklen Materie, auf deren Eigenschaften bislang nur indirekt Rückschlüsse gezogen werden können. Kurz vor dem Start der Rohbauphase auf dem Baugelände im Johann-Joachim-Becher-Weg informierten sich Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf, Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch, der Baubeauftragte für die MESA-Experimentierhalle, Prof. Dr. Kurt Aulenbacher vom Institut für Kernphysik, und der Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Holger Basten, im Beisein der beiden PRISMA+-Sprecher Prof. Dr. Matthias Neubert und Prof. Dr. Hartmut Wittig vor Ort über den Baufortschritt.

Prof. Dr. Kurt Aulenbacher erläutert die besonderen Vorzüge des neuen Elektronenbeschleunigers MESA: "Durch seine extrem hohe Strahlintensität wird MESA Präzisionsexperimente ermöglichen, die bisher undenkbar waren. Dazu nutzt der Beschleuniger die neuartige Energy-Recovery Linac (ERL) Beschleuniger-Technologie. Dank dieser Technologie – sozusagen einem innovativen Energie-Recycling – ist MESA sehr sparsam. Durch Abbremsen des Elektronenstrahls nach Passieren des Experiments werden etwa 95 Prozent der Energie, die zur Beschleunigung benötigt wurden, wieder zurückgewonnen und stehen dann für die nächsten Elektronen wieder zur Verfügung. MESA wird diese neue Technik erstmals für die teilchenphysikalische Grundlagenforschung einsetzen."

Im Exzellenzcluster PRISMA+, das von Bund und Land im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert wird, forschen international renommierte Arbeitsgruppen der Institute für Physik und Kernphysik, des Departments Chemie der JGU und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM). In diesen Teams arbeiten über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen eng zusammen. Mit ihrer international viel beachteten Forschung tragen sie dazu bei, wichtige Antworten auf grundlegende Fragen nach der Struktur der Materie und den fundamentalen Kräften im Universum zu geben. ...

24.04.2020
Immediate action program JGU DIALOG will provide EUR 1,7 million in support of the digital teaching and learning structure at JGU

Through the JGU DIALOG (short for DIstAnt Learning Ohne Grenzen / Distant Learning Without Borders) immediate action program, Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) is obtaining funding for the sustained development and expansion of its digital teaching and learning concepts to the tune of EUR 1.7 million. Half of the funds that must be spent in 2020 will be provided by the Ministry of Science, Continuing Education, and Culture of Rhineland-Palatinate and half will come from the university via the program budget of the Higher Education Pact.

"In the difficult situation we are currently facing, we have managed to deliver more than 90 percent of the courses at our university in digital form within a short space of time. The JGU DIALOG immediate action program will help us develop our digital teaching and learning formats over the long term to ensure that we can also meet our stringent quality standards in learning and teaching in the virtual sector," said JGU-President Professor Georg Krausch.

Johannes Gutenberg University Mainz plans to use the JGU DIALOG immediate action program to extend the digital infrastructure for teaching and also support options for teaching staff and students while also financing the further enhancement of digital formats. This will include, for example, developing the technical infrastructure of the JGU Center of Data Processing and extending the technical facilities in some 45 seminar rooms, which will involve, for instance, the installation of monitors with cameras, room microphones and speakers, and the provision of tablets and notebooks for operating the equipment as well as the procurement of headsets and PC cameras. Support services such as the hotline for teaching staff and digital consulting formats for students will additionally be expanded. The immediate action program for university teaching positions and assistant staff already in place in this connection will also be supplemented. The Mainz University Library will receive funding to acquire additional licenses for e-books and e-magazines.  ...

24.04.2020
JGU DIALOG – Sofortprogramm von 1,7 Millionen Euro zur nachhaltigen Unterstützung der digitalen Lehr- und Lernstruktur der JGU

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) unterstützt mit dem Sofortprogramm JGU DIALOG (DIstAnt Learning Ohne Grenzen) in Höhe von 1,7 Millionen Euro den nachhaltigen Auf- und Ausbau des digitalen Lehrens und Lernens an der JGU. Die Mittel werden je hälftig vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz (MWWK) und aus dem Programmbudget des Hochschulpakts von der Universität zur Verfügung gestellt und sind 2020 noch zu verausgaben.

"In der aktuell schwierigen Situation ist es unserer Universität gelungen, in kürzester Zeit über 90 Prozent der Lehrveranstaltungen durch digitale Formate zu realisieren. Mit dem Sofortprogramm JGU DIALOG wollen wir die digitalen Lehr- und Lernformate nachhaltig weiterentwickeln, um auch im virtuellen Bereich unserem qualitativ hohen Anspruch an Studium und Lehre gerecht zu werden", erklärt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch.

Mit dem Sofortprogramm JGU DIALOG wird die Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Lehre und der Supportangebote für Lehrende und Studierende sowie die weitere Erstellung digitaler Formate finanzieren. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der technischen Infrastruktur des Zentrums für Datenverarbeitung (ZDV) oder der technischen Ausstattung von rund 45 Seminarräumen, aber auch die Anschaffung von Headsets und PC-Kameras. Erweitert werden Serviceangebote wie die Hotline für Lehrende oder digitale Beratungsformate für Studierende. Zudem wird das in diesem Kontext bereits eingerichtete Sonderprogramm für Lehraufträge und Hilfskräfte aufgestockt. Die Universitätsbibliothek erhält Mittel für die weitere Anschaffung von Lizenzen für E-Books und E-Zeitschriften. ...

20.04.2020
JGU startet mit digitaler Lehre in das Sommersemester 2020

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) nimmt zum 20. April ihren Lehrbetrieb zum Sommersemester 2020 auf. Da der Präsenzbetrieb an der JGU weiterhin ausgesetzt ist, finden Studium und Lehre zunächst in digitaler Form statt. Die Lehrenden arbeiten unter Hochdruck daran, die angekündigten Veranstaltungen digital zur Verfügung zu stellen. "Dieses Angebot an digitalen Lehr- und Lernformaten verstehen wir als temporäre Kompensation für didaktische Szenarien, die in der aktuellen Situation wegfallen. Es ist nicht geplant, unsere Universität dauerhaft und vollständig auf digitale Lehre umzustellen. Die JGU war und ist ein Ort der Begegnung und bleibt dem Primat der Präsenzuniversität verpflichtet", erklärt der Vizepräsident für Studium und Lehre der JGU, Prof. Dr. Stephan Jolie. "Gleichwohl nutzen wir die Gelegenheit, um neue Wege zu gehen und daraus zu lernen."

"Die JGU strebt mit aller Kraft nach einer weitestmöglichen Aufrechterhaltung des Lehr- und Prüfungsbetriebs im Sommersemester 2020, auch wenn dies für unsere Lehrenden, für unsere Studierenden und für unser administratives Personal eine große organisatorische, technische und vor allem auch eine methodisch-didaktische Herausforderung bedeutet", erklärt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch. "Damit nimmt die Universität ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ernst." ...

23.03.2020
JGU geht in Notbetrieb

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) geht ab dem 24. März 2020 in Notbetrieb. Dies hat die Leitung der JGU angesichts der aktuellen Regelungen der Bundesregierung und der Landesregierung Rheinland-Pfalz, der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina für einen temporären deutschlandweiten Shutdown entschieden.

Die JGU wird ab dem 24. März 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen und bis auf Weiteres vom Regelbetrieb auf einen Notbetrieb umgestellt. Alle in zentraler und dezentraler Bewirtschaftung stehenden Gebäude auf dem Campus und in den Außenstellen werden geschlossen. Der Lehr- und Forschungsbetrieb der JGU wird für den Zeitraum des Notbetriebs eingestellt. Vor Ort auf dem Campus gewährleisten Bereitschaftsdienste die Aufrechterhaltung des Notbetriebs. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Anwesenheit vor Ort für die Aufrechterhaltung des Notbetriebs nicht notwendig ist, nehmen ihre Arbeit von zu Hause wahr. Per E-Mail oder telefonisch sind die Verwaltung und wichtige Beratungsstellen auch im Homeoffice zu erreichen. ...

23.03.2020
University of Mainz goes into emergency mode

On March 24, 2020, Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) will go into emergency mode. The JGU University Authorities have made this decision in view of the current regulations by the German Federal Government and the Rhineland-Palatinate state government, as well as the recommendations of the Robert Koch Institute and the German National Academy of Sciences Leopoldina for a temporary Germany-wide shutdown.

From March 24, 2020, JGU will be closed to the public and switched from regular operation to emergency operation until further notice. All buildings on the campus and in the branch offices will be closed. Regular teaching and research at JGU will be suspended for the period of emergency operation. Various offices and services will be on-call to maintain emergency operations. All employees whose presence on campus is not necessary to maintain emergency operations will switch to working from home. The JGU administration and other important service centers will remain available by email or phone. ...

28.02.2020
Electric dipole moment of the neutron determined with unprecedented accuracy

An international research collaboration at the Paul Scherrer Institute (PSI) involving scientists from the PRISMA+ Cluster of Excellence at Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) has measured a property of the neutron more precisely than ever before. In the process the scientists found out that this particle has a significantly smaller electric dipole moment than was previously known. The researchers achieved this result using the ultracold neutron source at PSI located in Villigen in Switzerland. Their results have been published in Physical Review Letters. ...

28.02.2020
Elektrisches Dipolmoment des Neutrons mit bisher unerreichter Genauigkeit vermessen

Eine internationale Forschungskollaboration unter Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat am Paul Scherrer Institut (PSI) eine Eigenschaft des Neutrons so genau wie noch nie vermessen. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Teilchen ein deutlich kleineres elektrisches Dipolmoment hat als bisher bekannt. Das Ergebnis erzielten die Wissenschaftler mithilfe der Quelle für ultrakalte Neutronen des PSI in der Schweiz. ...

25.02.2020
Joining forces to solve the neutrino mass puzzle

Among the most exciting challenges in modern physics is the identification of the neutrino mass ordering. Physicists from the PRISMA+ Cluster of Excellence at Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) play a leading role in a new study that indicates that the puzzle of neutrino mass ordering may finally be solved in the next few years – thanks to the combined performance of two new neutrino experiments that are in the pipeline, the upgrade of the IceCube experiment at the South Pole and the Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) in China. They will soon give the physicists access to much more sensitive and complementary data on the neutrino mass ordering. ...

25.02.2020
Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) federführend beteiligt sind, zeigt nun: Das Rätsel der Neutrino-Massenordnung könnte bereits in den nächsten Jahren gelöst sein. Denn mit der kombinierten Leistungsfähigkeit zweier neuer Neutrino-Experimente am Horizont – dem Upgrade des IceCube-Experiments am Südpol und dem Jiangmen Underground Neutrino Observatory (JUNO) in China – werden die Physiker bald Zugang zu sehr viel empfindlicheren und sich ergänzenden Messungen der Neutrino-Massenordnung haben. ...

27.01.2020
JGU hat bisher mehr als 1.200 Stipendien im Deutschlandstipendium-Programm verliehen

Seit der Einführung des Deutschlandstipendiums im Jahr 2011 wurden an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bisher über 2,23 Millionen Euro für dieses bundesweite Stipendienprogramm eingeworben, die der Bund verdoppelt, sodass die Studierenden Jahresstipendien in Höhe von 3.600 Euro erhalten. Insgesamt konnten so bislang 1.239 Stipendien im Deutschlandstipendium-Programm gefördert werden. Zum Wintersemester 2019/2020 wurden 194 Stipendien vergeben; dies entspricht 349.200 Euro, eingeworben von Unternehmen, privaten Förderern und Stiftungen. Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat sich die JGU bereits im Sommersemester 2011 am Stipendienprogramm der Bundesregierung beteiligt. Grundlage des Deutschlandstipendiums ist das im Juli 2010 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Stipendienprogramm-Gesetz (StipG). Mit dem Deutschlandstipendium sollen besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden, die einkommensunabhängig monatlich 300 Euro über einen Zeitraum von mindestens zwei Semestern erhalten. Darüber hinaus können bei der Vergabe auch gesellschaftliches Engagement oder der familiäre Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden. In der Finanzierung des Deutschlandstipendiums übernehmen Förderer und Bund je 150 Euro. ...

20.01.2020
HIM welcomes Thomas C. Blum as a guest scientist

From January to April 2020, Thomas C. Blum from the University of Conneticut is working with the theory group at the Helmholtz Institute Mainz (HIM). He is studying machine learning techniques with applications to lattice QCD. His interests lies in lattice gauge theory applications to high energy and nuclear physics topics. These include hadronic contributions to the muon anomalous magnetic moment, CP violation in kaon decays, and neutrino-nucleon interactions. ...