Press Releases by the University or the Department

2022
19.09.2022
4. Mainzer Science Week – Science Tram

Eine unterhaltsame und lehrreiche Fahrt erlebten die Gäste der Mainzer Science Tram am vergangenen Freitag Nachmittag. Verschiedene Mainzer Wissenschaftler:innen brachten ihnen auf der Rundfahrt durch Mainz ganz unterschiedliche Forschungsgebiete näher. Mit dabei war auch Professor Achim Denig vom Institut für Kernphysik mit seinem Vortrag „Quarks & Co – Die fabelhafte Welt der kleinsten Teilchen“. ...

17.08.2022
TALENT School comes to Mainz

From July 25th to August 12th, 2022, the TALENT School on “Effective Field Theories in Light Nuclei: From Structure to Reactions” took place in Mainz. Sponsored by MITP, this event was organized by Prof. Pierre Capel and Prof. Sonia Bacca from the Institute of Nuclear Physics. Lectures were held in the conference room at the Helmholtz Institute Mainz.

32 students from 10 different countries (Belgium, Brazil, Canada, France, Germany, Iran, Israel, Italy, Spain, and USA) came together to learn the most modern techniques for tackling few-body sys-tems in nuclear physics. Students also had the opportunity to visit the MAMI facility and see the MESA construction site. After being galvanized by this experience, they are going back to their home institutions with more knowledge, more professional connections and new friends. ...

04.07.2022
Nach drei Jahren: Erste Teilchenkollisionen mit Rekordenergie am LHC starten, auch Dank wichtiger Beiträge aus Mainz

Wenn am 5. Juli am CERN erstmals wieder Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit im Large Hadron Collider (LHC) kollidieren, dann ist das auch ein ganz besonderer Tag für Physikerinnen und Physiker Exzellenzcluster PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU): Sie haben in den letzten drei Jahren wichtige Beiträge zum Ausbau des ATLAS Detektors geleistet, um ihn fit zu machen für die Verarbeitung noch größerer Datenmengen in der dritten Laufzeit des größten Teilchenbeschleunigers der Welt. Mit ihm wollen Physikerinnen und Physiker neue und tiefere Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen gewinnen.

Für die damit gestartete dritte Laufzeit (LHC Run 3) hat das LHC Team die Leistungsfähigkeit des Beschleunigers also noch einmal deutlich erhöht und bis an die Grenze ausgereizt. Dabei erreicht der LHC aber nicht nur eine neue Rekordenergie, sondern wird auch sehr viel mehr Teilchenkollisionen als bisher produzieren. Um damit Schritt halten und die größere Zahl an Kollisionen überhaupt verarbeiten und analysieren zu können, wurden parallel auch die vier Detektoren am LHC einem umfassenden Ausbau unterzogen. Einer von ihnen ist der ATLAS Detektor, an dessen Weiterentwicklung Mainzer Physikerinnen und Physiker maßgeblich beteiligt sind. ...

21.06.2022
Hervorragende Ergebnisse der JGU im U-Multirank 2022

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat im diesjährigen U-Multirank in mehreren Bereichen hervorragende Ergebnisse erzielt. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Platzierung als Universität insgesamt als auch im Hinblick auf die teilnehmenden Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik.

In diesem Jahr erzielt die JGU bei zehn Kennzahlen aus den Bereichen Lehre, Forschung, Wissenstransfer und Internationale Ausrichtung Bewertungen in der Spitzengruppe. Darunter fallen zwei Kennzahlen zur Bewertung von wissenschaftlichen Publikationen sowie vier Kennzahlen im Bereich Patente. Auch hinsichtlich der Internationalen Ausrichtung erzielt die JGU im Hinblick auf den Anteil internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und hinsichtlich der vorhandenen internationalen Forschungskooperationen Ergebnisse in der Spitzengruppe. ...

20.06.2022
35 Jahre Erasmus+: JGU verzeichnet konsequent hohe Studierenden-, Lehrenden- und Personalmobilität

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ feiert in diesen Tagen sein 35-jähriges Bestehen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) beteiligt sich von Beginn an, also seit 1987, am wohl bekanntesten Programm der Europäischen Union mit seiner einzigartigen europäischen Erfolgsgeschichte: Erasmus+ hat internationale Aufenthalte von bislang geschätzt mehr als 12 Millionen Menschen gefördert – davon fast eine Million Deutsche im Hochschulbereich. Die JGU gehört zu den Hochschulen, die Erasmus+ besonders engagiert vorantreiben. So profitiert die JGU seit 2019 als eine der ersten Universitäten europaweit von der neuen Erasmus-Förderlinie "European University Alliance", indem sie die Europäische Universität FORTHEM zusammen mit Partnern in mittlerweile acht europäischen Ländern aufbaut. Zudem zählt die JGU zu den bundesweit aktivsten Universitäten im Bereich der Erasmus+ Mobilität, gemessen an der Gesamtzahl der Mobilitäten. Dafür ist sie mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem wiederholt mit dem Erasmus-Qualitätssiegel E-Quality. ...

03.06.2022
Neuer anwendungsorientierter Physik-Studiengang mit Fokus auf Praxisbezug an der JGU

Zum Wintersemester 2022/23 bietet die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erstmals den neuen Bachelor-Studiengang "Angewandte Physik mit Schwerpunkt Informatik" an. Angesprochen sind zukünftige Studierende, die sich für die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der Natur interessieren, aber das Gelernte auch direkt in technischen Anwendungen umsetzen wollen. "Mehr und mehr werden Experten gebraucht, die komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen und zugleich in einem industriellen Umfeld mit anspruchsvollen Aufgaben in der angewandten Forschung umgehen können. Dafür sind Kenntnisse im Bereich der Ingenieurwissenschaften und Software-Entwicklung grundlegend. Der neue Studiengang ermöglicht darauf basierend eine attraktive und zukunftsorientierte Hochschulausbildung", so Prof. Dr. Matthias Schott vom Institut für Physik, der den neuen Studiengang zusammen mit Prof. Dr. Sebastian Böser initiiert hat. ...

23.05.2022
Neues Graduiertenkolleg zu Teilchendetektoren an der JGU bewilligt

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) geht ab Herbst 2022 ein neues Graduiertenkolleg (GRK) an den Start. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft kürzlich bekannt gegeben. Unter dem Titel "Teilchendetektoren für zukünftige Experimente – Vom Konzept bis zum Betrieb" haben Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler künftig die Gelegenheit im Rahmen ihrer Doktorarbeit teilchenphysikalische Grundlagenforschung und den Bau und die Konzeption hierfür nötiger Detektoren miteinander zu verbinden. Dabei profitieren sie von einem breit angelegten ergänzenden Ausbildungsprogramm vor Ort in Mainz aber auch an Partner-Instituten weltweit. Die Fördersumme für die nächsten fünf Jahre beträgt über vier Millionen Euro, mehr als 20 Doktorandinnen und Doktoranden können im Rahmen des neuen GRK promovieren. ...

19.04.2022
JGU startet in Präsenz ins Sommersemester 2022

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) öffnet am 19. April ihren Lehrbetrieb im Sommersemester 2022 weitgehend in Präsenz. "Wir freuen uns sehr, dass wir nach vier Semestern weitgehender Distanz in der Lehre unsere rund 30.000 Studierenden endlich wieder auf dem Campus willkommen heißen und somit vor allem auch unseren Erstsemestern das gegenseitige Kennenlernen und den persönlichen Diskurs ermöglichen können", erklärt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch. "Da die Corona-Pandemie immer noch nicht überstanden ist, gelten einheitliche Regelungen zum Infektionsschutz an der JGU, insbesondere eine Maskenpflicht, um das Risiko einer wechselseitigen Ansteckung zu minimieren. Meinen ausdrücklichen Dank richte ich an alle Universitätsmitglieder für ihr beeindruckendes Engagement, die Qualität der Lehre auch in den digitalen Lehr- und Lernszenarien sicherzustellen und dabei – trotz erheblichem Mehraufwand – den wechselnden Studienbedingungen im Interesse der Studierenden Rechnung zu tragen."

"In diesem Sommersemester machen wir den Campus – an allen Standorten – wieder zu einem echten Begegnungsraum, einem Ort gemeinsamen Forschens und Lernens", erklärt der Vizepräsident für Studium und Lehre der JGU, Prof. Dr. Stephan Jolie. "In den vergangenen Jahren ist es uns dank der digitalen Möglichkeiten gelungen, auch unter schwierigen Bedingungen qualitätsvolle akademische Lehre anzubieten. Aus dieser Zeit nehmen wir viele wertvolle Erfahrungen mit, die wir nutzen wollen, um noch inklusiver, integrativer und kooperativer zu werden. Wir haben aber auch intensiv erlebt, dass Bildung den persönlichen Kontakt, das menschliche Miteinander vor Ort braucht."

Die JGU setzt weiterhin auf bewährte, campuseinheitliche Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in allen Innenräumen (auch in Lehrveranstaltungen), die regelmäßige Lüftung von Räumen sowie die Bitte um Hust- und Niesetikette sowie Abstand, wo immer möglich.

Als Präsenzuniversität sieht die JGU den digitalen Wandel als Chance, bewährte Formen in Lehre und Studium weiterzuentwickeln und Services – wo möglich – auch orts- und zeitunabhängig anzubieten. In zahlreichen Projekten mit Förderung aus Landesmitteln, Bundesprogrammen wie aus Mitteln der noch jungen Bund-Länderstiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) erproben Fächer, Fachbereiche und zentrale Einrichtungen neue digitale und hybride Formate und erweitern das Bildungsangebot der Universität etwa im Bereich der Data Literacy Education. Die erfolgreiche Einführung des digitalen Semestertickets zum Sommersemester 2022 für alle ticketberechtigten Studierenden stellt einen weiteren Meilenstein in der Digitalisierung der JGU dar. Das digitale Semesterticket wurde in Abstimmung mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund vom Zentrum für Datenverarbeitung (ZDV) der JGU entwickelt und wird in der ebenfalls vom ZDV entwickelten JGU-Ausweise-App ausgeliefert.

Die Fächer und zentralen Beratungseinrichtungen der JGU ermöglichen den Studienanfängerinnen und Studienanfängern nach vier durch die Corona-Pandemie geprägten Semestern endlich wieder eine Einführungswoche in Präsenz. Insgesamt erwartet die JGU zum Sommersemester 2022 rund 30.000 Studierende, was etwa dem Vorjahreswert entspricht. ...

01.04.2022
Photon-Photon-Wechselwirkungen innerhalb und jenseits des Standardmodells: Neue DFG-Forschungsgruppe an der JGU bewilligt
Reiner Quanteneffekt als Schlüssel zu besserem Verständnis der subatomaren Welt / Vielfältige Mainzer Expertise in neuem Forschungsprogramm gebündelt

Abb./©: Institut für Kernphysik, JGU Abb./©

In der klassischen Physik ist die Interferenz, also die Überlagerung von Lichtwellen, ein wohlbekanntes Phänomen. Eine Wechselwirkung der Lichtstrahlen untereinander im Sinne einer Streuung ist jedoch klassisch unmöglich. In der subatomaren Welt hingegen, die durch Quanteneffekte beschrieben wird, wechselwirken die Lichtquanten – auch Photonen genannt – sehr wohl miteinander.

Mehr noch: Photon-Photon-Wechselwirkungen spielen eine zentrale Rolle im Standardmodell der Teilchenphysik. Ein besseres Verständnis dieses reinen Quanteneffekts ist der Schlüssel, um zu wichtigen neuen Erkenntnissen sowohl innerhalb des Standardmodells als auch darüber hinaus zu gelangen. Die Photon-Photon-Wechselwirkung steht daher im Fokus einer neuen Forschungsgruppe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), die gerade durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde und in den nächsten vier Jahren zunächst mit etwa 3,5 Millionen Euro gefördert wird. Sprecher ist Experimentalphysiker Prof. Dr. Achim Denig, Co-Sprecher der theoretische Physiker Prof. Dr. Marc Vanderhaeghen – beide vom Institut für Kernphysik der JGU. ...

20.01.2022
Worldwide coordinated search for dark matter

An international team of researchers with key participation from the PRISMA+ Cluster of Excellence at Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Helmholtz Institute Mainz (HIM) has published for the first time comprehensive data on the search for dark matter using a worldwide network of optical magnetometers. According to the scientists, dark matter fields should produce a characteristic signal pattern that can be detected  by correlated measurements at multiple stations of the GNOME network. Analysis of data from a one-month continuous GNOME operation has not yet yielded a corresponding indication. However, the measurement allows to formulate constraints on the characteristics of dark matter, as the researchers report in the prestigious journal Nature Physics...

10.01.2022
Matter-antimatter symmetry and antimatter gravity studied at once

The BASE collaboration at CERN reports in an article in Nature on the comparison of the antiproton-to-proton charge-to-mass ratio with eleven significant digits. This new measurement improves the precision of the previous best value by more than a factor of four, a considerable improvement in precision measurements. The data-set was accumulated over one and a half years of measurement time, allowing for the first differential antiproton/proton test of the Einstein weak equivalence principle of matter and antimatter behaving the same under gravity. One of the cornerstones of our understanding of fundamental particle physics is the charge, parity, time (CPT) reversal invariance. As a consequence of CPT symmetry, matter/antimatter conjugates have the same masses, charges, and magnetic moments, the latter of opposite sign. Another consequence of CPT is that once matter/antimatter conjugates collide, they annihilate to pure energy – as observed in many laboratory experiments. Another hot topic in modern physics is whether matter and antimatter behave the same under gravity. In their new Nature article, the BASE scientists compared the similarity of antiproton and proton mass ratios as well as antimatter and matter clocks while the earth was tracing the gravitational potential of the sun, which means that they have simultaneously studied both questions in one measurement. ...